Interview mit Robert Bartko

Kategorie: Interviews

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Frage: Woran denken Sie als Radrennfahrer als Erstes, wenn es um Dresden geht?

Robert Bartko: Die historische Altstadt ist einfach spektakulär. Schon früher zu Sachsentour-Zeiten war das Besondere, wie hier Kultur mit Sport vereint worden ist. Das ist einfach wunderschön und man spürt, das Dresden ein wirklich besonderes Fleckchen Erde ist.

 

Frage: Warum sollten Hobbyradsportler beim Dresdner Jedermannrennen teilnehmen?

Robert Bartko: Der besondere Reiz der Strecke durch die Stadt liegt ja darin, dass durch die abgesperrten Straßen ein großer Teil von Dresden auf eine Art zu erleben ist, wozu man nur ganz selten Gelegenheit hat. Außerdem garantiert die Familie Friedemann als Organisationsteam des Vereins Int. Sachsen-Tour e. V. bestmögliche Bedingungen für alle Beteiligten, besonders für die aktiven Sportler. Das fängt an bei den Absperrungen und geht bis zur Auswahl einer interessanten und abwechslungsreichen Strecke.

 

Frage: Sowohl die Sachsentour mit Profi- und Jedermannrennen, als auch das heutige ŠKODA Velorace Dresden wird von Wolfgang Friedemann und seiner Familie federführend organisiert…

Robert Bartko: …was immer zu einer sehr familiären Atmosphäre beigetragen hat. Oft geht es bei Radsportveranstaltungen so anonym zu, das ist in Dresden schon immer angenehmen anders gewesen. Außerdem haben sie den Bahnradsport sehr unterstützt, die Nationalmannschaft war oft bei der Sachsentour dabei, was eine super Vorbereitung für uns war. Was mir aber auch in Erinnerung geblieben ist, sind Schmerzen! Die Friedemanns waren berühmt-berüchtigt, keine Rampe auszulassen! Mit Grauen denke ich an Altenberg im Erzgebirge (lacht). Das war für mich als Bahnradfahrer immer eine Riesenherausforderung.

 

Frage: Welche Trainingstipps können Sie unseren Teilnehmern zur Vorbereitung geben?

Robert Bartko: Wichtig ist, dass nicht nur die Grundlagen sitzen sollten, es müssen vor allem auch Intensitäten ins Training eingebaut werden, sonst sieht man im Wettkampf alt aus. Da hilft es sehr, eine Leistungsdiagnostik zu erstellen, um zu sehen, in welchen Bereichen man besonderen Trainingsbedarf hat. Wenn man beispielsweise in einer eher flachen Gegend wohnt, wo man keine Anstiege trainieren kann, muss man eine hohe Belastung auf andere Weise herstellen, etwa, indem man lange Zeit hohes Tempo bei hoher Übersetzung „vorn großes Blatt, hinten kleines Ritzel“ fährt.

 

Frage: Anfang des Jahres haben Sie Ihre aktive Profikarriere mit einem Sieg beim Sechstagerennen in Kopenhagen beendet. Was kommt nun?

Robert Bartko: Als nächstes beende ich noch dieses Jahr mein Sportmanagement-Studium. Dann bin ich aufs richtige Leben vorbereitet (lacht), und dann schaue ich mal, was ich dann mache.

 

Frage: Was wünschen Sie den Dresdner Jedermännern?

Robert Bartko: Dass auch sie es genießen, in Dresden unterwegs zu sein. Jeder Fahrer sollte es schaffen, nicht nur sportlich auf der attraktiven Strecke dabei zu sein, sondern auch die Schönheiten der Stadt wahrzunehmen.

 

Die Interviews führte Johannes Keil.


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